Am Samstag den 22.10.22 haben sich in Bammental die Kreisvorstandschaft von Heidelberg und Mannheim zu dem Seminar "Wie können wir unsere Ortsvereine bei der Zukunftsgestaltung unterstützen?" mit der Bildungsreverentin Frau Rita Reichenbach-Lachenmann getroffen.
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06.09.22
 
Liebe Ehrengäste, Gäste, LandFrauen und Alle die sie heute gekommen sind um mit uns die Eröffnung der Ausstellung „75 Jahre LandFrauen Württemberg-Baden“ zu feiern
 
75 Jahre LandFrauen Arbeit auf höchstem Niveau, wurde zum Anlass genommen diese Wander-Ausstellung zu generieren.  
Und wir, die LandFrauen Heidelberg-Sinsheim, sind dankbar hier im Rathaus der Stadt Sinsheim diese Ausstellung zeigen zu dürfen.
Wie unsere Kreisgeschäftsführerin Margret Uhler ziemlich treffend bemerkt hat: “Wir hätten keinen besseren Platz finden können.“
 
Was bedeutet es aber für uns dieses Jubiläum zu begehen?
Vor 75 Jahren 1947, der 2. Weltkrieg gerade vorbei. Die heimkehrenden Männer verwiesen die Frauen wieder auf ihre Kernkompetenzen, die berühmten 3 K - Kinder, Küche, Kirche.
Das wollten und konnten sich die Frauen, die während des Krieges das Leben am Laufen hielten, eigentlich nicht gefallen lassen. 
Deutschland im Aufschwung. In diese Zeit des Aufbruchs fällt nun die Gründung der LandFrauen. 
Sicher gerade am Anfang sind wir sehr landwirtschaftlich geprägt, aber mit der Zeit bis heute hat sich die Klientel der LandFrauen, gerade hier in der Metropol Region Rhein-Neckar sehr gewandelt. Der Anteil an Bäuerinnen oder Frauen die mit der Landwirtschaft verbunden sind geht immer mehr zurück. Was uns Frauen aber allen gemeinsam ist, ist das Leben im „Ländlichen Raum“ mit allen Vor- und Nachteilen.
War es am Anfang noch Bildungsarbeit hauptsächlich im Bereich Landwirtschaft, veränderte sich nicht nur das Leben auf dem Land auch die Frauen veränderten sich.
Die LandFrauen sind mittlerweile auch eine politische Macht auf die Mann hören muß, den 450000 Mitglieder sollte Mann nicht ignorieren.
Politische Ziele wie z.B. die Mütterrente, das Mammographiescreening gehören zu den Erfolgsgeschichten der LandFrauen.
Trotzdem gibt es noch viel zutun, aber das können LandFrauen ja. Neue Projekte wie z.B. Vereinbarkeit von Landwirtschaft, Klimaschutz und Biodiversität, so dass alle damit leben können. 
Beruf und Familie unter einen Hut bringen. 
Vertrieb von lokalen Produkten nicht nur im Hofladen sondern auch in großen Supermarktketten. 
Wertschätzung der Produkte, die hier produziert werden und besonders die Wertschätzung der Arbeit die da hinter steht und hoffentlich auch bald entsprechend honoriert wird.
Rentenpunkte für das Ehrenamt, gleicher Lohn für gleiche Arbeit und mehr Frauen ins gehobene Management stehen auf der Todo-Liste.
Um es mit Frau Schramm, bayrische Landtagspräsidentin a.D. zu sagen: “Wie lange kann es sich Deutschland noch leisten auf das Potential der Frauen zu verzichten?“
 
Wo wären wir heute ohne engagierte Frauen?
LandFrauen mit großem F für Frauen, können stolz auf ihre Leistungen sein, ruhen sich aber nicht auf ihren Lorbeeren aus!
LandFrauen sind soviel mehr als Kuchen backen und Feste organisieren.
LandFrauen sind eine für alle offene Gemeinschaft, die sich seit 75 Jahren die Frauen Bildung auf ihre Fahnen geschrieben hat.
Leider haben auch wir mit den Folgen der immer schneller werdenden Welt und der Corona-Krise zu kämpfen. Der Mitgliederschwund ist ein großes Problem. Junge Menschen tun sich schwer eine Bindung und Verpflichtung zu einem Verein einzugehen.
Das Vereinssterben in der kulturellen Landschaft aufzuhalten ist eine große Aufgabe, der wir uns aber mit neuen Ideen und Herzblut stellen.
Wir brauchen keine Gender Sternchen und pseudo Gleichstellung. Wir wollen eine Gleichbehandlung aller Menschen!
Hier in dieser Ausstellung kommen nun Frauen verschiedener Generation zu Wort und bringen die LandFrauen uns allen vielleicht ein Bisschen näher.
Vielleicht sieht der oder die andere LandFrauen in einem etwas anderem Licht.
Enden möchte ich mit dem Gedicht „LandFrauen“:
 
LandFrauen
das sind wir
LandFrauen
im Jetzt und Hier
LandFrauen
nicht verstaubt und alt
LandFrauen
geben der Gesellschaft Halt
LandFrauen
dynamisch und frisch
LandFrauen
bringen Gutes auf den Tisch
LandFrauen 
mit dem gewissen Stolz
LandFrauen
sind aus ganz besonderem Holz
LandFrauen
sind da und begleiten
LandFrauen
auch in schweren unsicheren Zeiten
LandFrauen
unterwegs in aller Welt
LandFrauen
sind Alltagsheld
LandFrauen
oft verkannt
LandFrauen
Nehmen‘s in die Hand
LandFrauen
Zusammenhalt ist unsere Stärke
LandFrauen
vollbringen kleine und große Werke
LandFrauen
Das sind Wir
 
LandFrau zu sein das wünsch ich dir!
  • threema-20220907-130918230
  • Autor: Gabriele Sommer
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  • Autor: Gabriele Sommer
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  • Autor: Gabriele Sommer
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  • Autor: Gabriele Sommer
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  • Autor: Gabriele Sommer
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  • Autor: Gabriele Sommer
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  • Autor: Gabriele Sommer
„Das Wir im Blick“
 
Am 05.07.2022 trafen sich 3000 LandFrauen zum deutschen LandFrauentag in der Esperantohalle in Fulda.
 
Deutscher Landfrauen Tag in Fulda (05)
 
Deutscher Landfrauen Tag in Fulda (02)
 
Darunter auch 34 Frauen des LandFrauenvereins Heidelberg-Sinsheim.
 
Deutscher Landfrauen Tag in Fulda (01)
 
Unter dem Motto „Das Wir im Blick“ freute sich Frau Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, endlich wieder die Frauen zu einem LandFrauentag begrüßen zu dürfen. Gerade nach der Pandemiepause, in der der letzte LandFrauentag in Essen 2020 leider ausfallen musste, sei es wichtig wieder gemeinsame Veranstaltungen durchzuführen und sich wieder auf das Miteinander zu konzentrieren.
„LandFrauen setzen sich für die Frauen in den ländlichen Räumen und für die Gestaltung der ländlichen Räume ein. Aber bei all dem dürfen wir nicht das WIR vergessen: Die Gemeinschaft der LandFrauen stärkt und eint Frauen im ländlichen Raum. Die Mitgliedschaft im Deutschen LandFrauenverband ist sehr viel mehr als Geselligkeit: Sie bedeutet persönliche und demokratische Teilhabe. Genau das wird alle zwei Jahre beim Deutschen LandFrauentag deutlich.“ machte Frau Bentkämper noch mal deutlich was es bedeutet LandFrau zu sein.
 
450.000 Frauen in Deutschland sind in den LandFrauenvereinen ehrenamtlich engagiert. 
 
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein hatte es nicht ganz leicht mit seinem Grußwort die Frauen zu begeistern obwohl er mit „Die Landfrauen tragen ‚Land‘ nicht nur im Namen, sondern auch im Herzen. Sie schaffen Orte, an denen Heimat gefühlt und Gemeinschaft erlebt werden kann. Sie stehen mit beiden Beinen fest im Leben, sprechen Klartext und packen mit an, ohne zu zögern“, sicher auch der einen oder anderen Frau aus dem Herzen sprach.
Allerdings tun sich Männer immer noch schwer den politischen Aspekt der LandFrauen an zu erkennen.
Bundesfrauenministerin Lisa Paus, die mit einem Video zu geschaltet wurde, traf mit den Worten „Sie sind eine Macht!“ genau die Stimmung im Saal. „Mit ihrem Verband fördern Sie Frauen. Sie sorgen neben ihrer eigenen täglichen Arbeit dafür, dass Frauen sozial und wirtschaftlich tatsächlich teilhaben. Das sie auch im übertragenen Sinne dieselben Äcker bestellen können wie Männer. Auf diese Weise stärken Sie den Zusammenhalt in Ihrem Lebens- und Berufsumfeld, aber auch den Zusammenhalt unserer gesamten Gesellschaft. Sie bereiten den Boden für Veränderungen, Sie formulieren handfeste Forderungen und sie geben Frauen eine starke Stimme.“ 
Die Vergleiche mit der Landwirtschaft gefielen nicht allen Frauen. Viele Frauen leben im ländlichen Raum, haben aber mit der Landwirtschaft an sich nichts zu tun. Das Bild der LandFrau hat sich gerade in den letzten Jahren sehr geändert. Trotzdem wird der LandFrauenverein immer noch mit Bäuerinen und Landwirtschaft gleichgesetzt. Natürlich sind die Wurzeln der LandFrauen in der Landwirtschaft und werden es auch bleiben. Die Verbundenheit mit den ländlichen Regionen steht aber heute mehr im Fokus.
Heiko Wingenfeld, Oberbürgermeister von Fulda, erkannte das in seiner Rede an. Gerade in der Pandemie hätten die LandFrauen ganz neue Potentiale entwickelt zum Beispiel in digitalen Projekten. Mit dem Spruch: „LandFrauen reden nicht, sie machen.“ konnte er großen Applaus ernten.
 
Nach 2018 konnten wieder „LandFrauen mit Ideen – Unternehmerinnen des Jahres“ ausgezeichnet werden.
Die Schirmfrau Nicola Lemken, Gesellschafterin und Mitglied der LEMKEN-Geschäftsleitung, übereichte Frau Carolin Dietz aus Harthausen (Baden-Württemberg), Bio-Ziegenhof, Frau Manuela Holtmann aus Gillenfeld (Rheinland-Pfalz), Ziegenhof und Christin Ebenbeck aus Sinzing (Bayern) soziale Landwirtschaft, die Ehrungen.
„Die Gewinnerinnen haben eines gemeinsam: Sie leiten vielfältig aufgestellte und nachhaltig ausgerichtete Betriebe und betreiben dabei intensive Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft. Das macht ihre Arbeit besonders wertvoll für Branche und Gesellschaft“, begründet die unabhängige Jury ihre Entscheidung.
 
Filme über die Preisträgerinnen finden Sie auf YouTube:
https://www.youtube.com/user/LandFrauenVideo
 
Das Gespräch mit Julia Jäkel (Managerin, Verlegerin und Aufsichtsrätin u.a. bei der Holtzbrinck Publishing Group) über „Das WIR im Blick“. Das Ehrenamt würde zu wenig geschätzt. Frauen in hohen Positionen hätten auch eine Verantwortung gegenüber anderen Frauen und sollten den Weg für andere Frauen ebnen. Frauen würden gerne alle eventuellen Probleme schon im Vorfeld lösen, aber es wäre besser erst wenn sie da sind die Lösung zu suchen. Das wäre oft ein Hemmschuh für den Erfolg. Außerdem sei Macht mit etwas Negativen behaftet. „Macht und Karriere sind etwas Positives“ stellte sie in den Raum.
 
Drei LandFrauen wurden als “LandFrau des Jahres“ ausgezeichnet. Drei außergewöhnliche Frauen die mit größtem Engagement und Herz sich der Sache verschrieben haben.
Petra Bentkämper, Präsidentin des dlv, ehrt Anke Eden-Jürgens, Annegret Treseler und Marlies Wollschläger. 
 
Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Podiumsdiskussion mit Barbara Stamm (Landtagspräsidentin a. D.), Lisi Maier (Direktorin der Bundesstiftung Gleichstellung) und Elke Ferner (Parlamentarische Staatssekretärin a. D. und Vorsitzende von UN Women Germany). Die Gleichstellung der Frau im Jahrzehnt der Frauen?! war das Thema. 
Wann wird echte Gleichstellung endlich erreicht? Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und steuerliche Ausgeglichenheit. Rentenpunkte für Ehrenamtliche Tätigkeiten, Frauen Gesundheit und Frauenquote waren Bestandteil der Diskussion durch die Stephanie Lange gekonnt führte.
Barbara Stamm brachte das ganze auf dem Punkt „Wie lange kann es sich die Gesellschaft noch leisten, auf das Potenzial von Frauen zu verzichten?“ Dafür bekam sie Standing Ovations.
 
Auch die „Goldene Biene“ wurde wieder vergeben. Dies ist die höchste Ehrung des LandFrauenverbandes die Präsidentinnen, Vorsitzenden und Geschäftsführerinnen, die sich außerordentlich um die deutsche LandFrauenarbeit verdient gemacht haben, bekommen können.
 
Petra Bentkämper stellte heraus: „Die in diesem Jahr ausgezeichneten LandFrauen, Anneliese Göller, Rita Lanius-Heck, Hildegard Schuster und Regina Selhorst zeigen in besonderem Maße, von welch immenser Bedeutung engagierte LandFrauenarbeit insbesondere auch auf den Führungsebenen ist“.
 
Zum Ende kam Hildegard Schuster (Präsidentin des LandFrauenverbandes Hessen) noch zu Wort. Sie dankte allen LandFrauen für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten und freut sich alle zum LandFrauentag 2024 in Kiel wieder zu sehen. Außerdem rief sie zum „Aktionstag 2023 Zukunft Land“ auf.
 
Ch.B 07/22
 
Deutscher Landfrauen Tag in Fulda (03)
 
Deutscher Landfrauen Tag in Fulda (04)
 
Impressionen aus Fulda
 
  • Fulda (01)
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Impressionen von der Wasserkuppe auf der Rhön
 
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„LandFrauen – 75 Jahre – gemeinsam Zukunft gestalten“.
Die Termine finden Sie unter https://landfrauen-bw.de/75-jahre-landfrauen/
 
Rathaus Sinsheim - 7. bis 21. September 2022
Mo bis Do 8 - 16 Uhr, Mi 8 - 17 Uhr, Fr 8 - 12 Uhr
 
lf_75jahre_flyer_A5_heidelberg_VS
lf_75jahre_flyer_A5_heidelberg_RS
 
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Einen mit Bildern von Gisela Dickkopf, Sibille Schäfer und Margret Uhler gestaltete Version dieses Berichts finden sie hier (pdf).
 
Guten Morgen meine lieben Damen,
wir treffen uns heute, um gemeinsam zum Ausflug zu fahren.
Im schönen Süden unseres Landes liegt unser Ziel,
dort werden wir rund um den Bodensee erkunden viel.
Über Geschichtliches, Blühendes und Landwirtschaftliches werden wir viel erfahren,
und uns dazwischen an Regionalem laben.
Stadt- und Landbus treffen sich beim Brezelfrühstück,
danach sind bestimmt, nach langem Wiedersehn, alle beglückt.
Ja, fast 80 Frauen haben sich auf den Weg gemacht,
da wird bestimmt wieder viel geredet und gelacht.
Ich freue mich auf vier schöne Tage mit Euch
und wünsche uns allen viel Spaß und Freud.
 
Verfasst von Heike Rüdinger
 
Donnerstag
 
Unsere Reise begann. Insgesamt waren wir 76 Frauen, die sich für die Reise an den Bodensee eingefunden haben. Unsere Busfahrer Klaus und Gabor sammelten alle ein und nach verschiedenen Startschwierigkeiten konnten wir über die Autobahn unserer ersten Pause entgegenfahren. Es gab ein Brezelfrühstück mit Kaffee und Sekt beim Rasthof Neckarblick. Da sich viele Frauen nur beim Ausflug treffen, war die Freude über das Wiedersehen groß.
 
Dann fuhren wir zu der Gärtnersiedlung Hegau in Singen. Dort wird hauptsächlich Paprika für Edeka und Rewe produziert, aber auch Auberginen und Rispentomaten. Die Führung durch den Betrieb war sehr interessant. Wir erfuhren Details über Wasserverbrauch, Schädlinge und Nützlinge, Wuchs der Pflanzen, Erntemengen, Personalsituation und vieles mehr. Es wurden viele Fragen gestellt.
 
Danach ging die Fahrt weiter nach Gaienhofen. Dort gingen wir aufs Schiff und fuhren zur Insel Reichenau. Wir waren bei einem Fischimbiss angemeldet. Wir verputzten die leckeren Fischbrötchen und hörten dabei Erklärungen vom Geschäftsführer über die Fischerei. Es gibt 30 verschiedene Fischarten im Bodensee, aber nur 12 davon sind interessant für den Fang.
 
Außer der Tatsache, dass es zu wenige Sitzplätze gab, waren wir zufrieden mit dem Besuch. Danach hatten wir noch eine Stunde freie Zeit. Manche gönnten sich eine Kaffeepause, andere kauften schon die ersten Souvenirs oder suchten den Pfiffikussladen.
 
Nun hatten wir noch eine Stunde Fahrt nach Überlingen zum Parkhotel St. Leonhard vor uns. Wir hatten geräumige Zimmer mit Blick auf den See. Bis zum Abendessen war noch etwas freie Zeit. Manche gingen schwimmen, andere chillten oder duschten im Dunkeln.
 
Um 18.30 Uhr trafen wir uns im Restaurant. Das Abendessen war in Buffetform und sehr lecker. Es war Zeit für Gespräche und zum Knüpfen neuer Kontakte. Später ließen wir den Abend an der Bar ausklingen.
 
Freitag
 
Nach einer erholsamen Nacht trafen wir uns um 8.00 Uhr zum Frühstück. Ein wunderbares Frühstücksbüffet erwartete uns. Es gab alles, was das Herz begehrt.
Dann brachen wir mit zehnminütiger Verspätung zu unserer Tagesfahrt nach Konstanz auf. Es war bedeckt, regnete sogar ein bisschen. In Meersburg stieg unsere Stadtführerin zu und gab uns die ersten Informationen zur Toilettensituation in Konstanz. Wir fuhren mit dem Bus auf die Fähre und setzten von Meersburg nach Konstanz über. Dort trafen wir den zweiten Stadtführer und starteten zum Stadtrundgang durch Konstanz. Sie erzählten allerhand Geschichtliches und zeigten uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Danach hatten wir freie Zeit. Da die Geschäfte alle offen waren, konnten wir Besorgungen erledigen, Souvenirs kaufen, Eisbecher genießen oder Mittagessen gehen.
 
Um 13.00 Uhr holten uns die Busfahrer am Bahnhof wieder ab und fuhren mit uns zur Blumeninsel Mainau. Wir hatten drei Stunden Zeit und schwärmten zügig aus, um so viel wie möglich von der Insel zu sehen. Sogar Bekannte aus Dielheim-Unterhof haben wir getroffen. Die Sonne kam raus und brutzelte uns ins Gesicht. Jeder flanierte in seinem eigenen Tempo und genoss die Blumenvielfalt und die vielen großen, alten Bäume. Besonderes Highlight war das Schmetterlingshaus und die bepflanzten Tierfiguren.
 
Um 16.30 Uhr trafen wir uns wieder beim Bus zur Weiterfahrt. Mit der Fähre ging es wieder zurück nach Meersburg und von dort direkt zur Besenwirtschaft in Uhldingen. Das Personal war sehr auf Zack, so dass wir in kurzer Zeit alle etwas zu trinken und essen hatten.
 
Es war ein gemütlicher Raum und das Essen war sehr lecker. Bus 2 machte ein anderes Programm, doch dazu morgen mehr.
 
Dann fuhren wir zurück nach Überlingen ins Hotel. Viele trafen sich auf der Terrasse und ließen den Abend bei Cocktails ausklingen. Andere nutzen das Schwimmbad oder setzten sich auf den Balkon. Ein ereignisreicher Tag neigte sich dem Ende entgegen.
 
Samstag
 
Heute strahlte die Sonne schon beim Aufstehen.
 
Wir trafen uns etwas früher zum Frühstücken und genossen wieder die herrliche Auswahl von allerlei Köstlichkeiten. Dann sammelten wir uns für eine kurze Busfahrt in die City von Überlingen. Vier Stadtführer erwarteten uns. Wir teilten uns in kleine Gruppen und streiften durch die Altstadt. In der Kirche wurde ein Kanon angestimmt. Weiter ging es über verschiedene Plätze, auf denen Märkte stattfanden, am Rathaus und der Markthalle vorbei immer weiter runter zum See. Dort konnten wir den umstrittenen Brunnen bestaunen. Die Führung endete dort und jeder konnte in seinem eigenen Tempo wieder zurück zum Bus laufen.
 
Auf dem Weg nach Unteruhldingen kamen wir an der Wallfahrtskirche Birnau vorbei und warfen einen Blick hinein. Es ist eine Maria geweihte Kirche aus dem Barock, sie wurde 1746 bis 1749 erbaut.
 
Dann fuhren wir nach Unteruhldingen, um die Pfahlbauten zu besichtigen. In zwei Gruppen schauten wir uns die Pfahlbausiedlungen aus der Stein- und Bronzezeit an. Die Häuser sind eingerichtet als Wohnhaus, aber auch zwei Töpfereien, ein Vorratshaus, eine Bronzegießerei und viele andere Situationen sind in 23 Häusern wiederaufgebaut. Über Stege kommt man von Haus zu Haus.
 
Als alle wieder eingetroffen waren ging die Fahrt zurück nach Meersburg. Wir verließen den Bus in der Oberstadt und hatten zwei Stunden Zeit, um die Stadt kennenzulernen. Wir genossen die freie Zeit und vor allem, dass noch alle Geschäfte offen waren.
 
Dann fuhren wir zum Obsthof Steffelin in Markdorf, ein Betrieb der 30 ha mit 100.000 Obstbäumen bewirtschaftet. Hier werden ca. 280-350 tausend Tonnen Obst jährlich produziert. In einem Gürtel vom 5 km um den Bodensee werden Sonderkulturen angebaut. Jeder dritte deutsche Apfel kommt aus der Bodenseeregion. Edeka, Rewe, Kaufland, Aldi - überall sollen deutsche Äpfel in den Regalen liegen, deshalb werden alle beliefert. Während der Ernte sind ca. 10 000 Erntehelfer in der Region beschäftigt. Ein Apfelbaum sollte 100 bis 120 Früchte tragen, dann spricht man von Vollertrag. Der Baum braucht dazu nur ca. 5% der Blüten. Elstar, Gala, Braeburn, Kuki, Kenzi, Jonagold, Kirschen, Zwetschgen und vieles mehr wird hier produziert.
 
In großen Obstkisten sitzend fuhren wir über die Obstplantage. Danach verspeisten wir im Hof Dinnele in drei verschiedenen Varianten. Es war sehr lecker. Obstbrände probierten wir zwei Sorten und der Edelbrandsommelier erklärte uns die guten Tropfen. Dann versorgten wir uns im Hofladen mit dem Nötigsten, bevor wir zum Hotel zurückfuhren und den Abend ausklingen ließen.
 
Sonntag
 
Wir genossen nochmal das super Frühstück mit Blick auf den Bodensee. Dann wurden die Koffer verladen und alle versammelten sich für das Gruppenfoto vor dem Hoteleingang. Pünktlich konnten wir unsere Heimreise starten.
 
Wir fuhren den See entlang nach Tettnang zum zweitgrößten Hopfengut im Raum Tettnang. Der Betrieb ist 40 ha groß und hat 160 000 Pflanzen. Hopfen wird für die Bierherstellung und für die Pharmazie gebraucht. Die Pflanzen werden 50 Jahre alt, die männlichen werden entfernt. Die Ranken werden 8 Meter hoch, die Wurzeln 2 Meter tief. Verschiedene Arbeitsgänge sind notwendig:
Abschneiden ca. 10 cm unter der Erde, Drähte montieren, dann von Hand Triebe abschneiden (27 von 30) und anweisen d.h. um den Draht wickeln. Der Hopfen wächst ca. 30 cm am Tag, bis Ende Juni sind die 8 Meter erreicht. Im Juli und August werden die Hopfendolden gebildet und Ende August beginnt die 20-tägige Ernte. Die Dolden werden maschinell von Draht und Ranke gestreift, danach getrocknet, verpackt, versiegelt, verkauft. Der Tettnanger Aromahopfen ist der teuerste der Welt. 80 % werden in 100 verschiedene Länder exportiert. Der Preis für 50 kg Hopfen lag in den letzten 15 Jahren zwischen 150 und 1400 €. Nach der Führung war Gelegenheit einzukaufen.
 
Dann fuhren wir nach Nonnenhorn ins Weingut Hornstein um ein Winzervesper zu verspeisen. Das schmeckte ganz lecker und wurde uns wirklich zügig serviert. Dazu gab es leckeren Wein. Gegen Ende unseres Besuches verursachten wir dann eine Verstopfung auf der Toilette. Also nichts wie weg.
 
Am See entlang fuhren wir wieder zurück nach Stockach und genossen die letzten Blicke auf den Bodensee. Dann fuhren wir auf die Autobahn in Richtung Heimat. Es lief ganz gut mit dem Verkehr, so dass wir zügig vorankamen. Wir legten eine letzte Pause ein und gönnten uns ein Eis. Dazu einen Kaffee und das restliche Obst. Dann verabschiedeten wir uns vom anderen Bus und setzten zum Endspurt an. Schon um 18.15 Uhr waren wir in Sinsheim.
 
Heute heißt es wieder Abschied nehmen
Und ich denke, wir haben viel gesehen.
Ein schönes Hotel mit Blick auf den See,
das Personal war sehr freundlich - alles war ok.
Fasziniert war ich schon gleich von der Erzeugung und Logistik bei Paprika,
die Führung war super und wir konnten viel erfahren und fragen da.
Bei den Pfahlbauten sahen wir wie sie früher hier lebten,
und bei Stadtführungen erfuhren wir was über die Gegend.
In Obstkisten wurden wir durch die Anlage gefahren,
und danach zu Dinnele, Apfelsaft, Most und Schnaps geladen.
Auch die Mainau und Reichenau haben wir erkundet,
und der Fisch hat uns sehr gemundet.
Eine Schifffahrt durfte nicht fehlen,
auch zusammen mit Bus auf der Fähre den See überqueren.
Auch konnten wir uns im Hotel abends gut zusammensetzen,
mit Blick auf den See den Tag ausklingen lassen und schwätzen.
Es gab viel Lob für unsere Pünktlichkeit,
wir verloren trotz Fototermin kaum Zeit.
Der Hopfenanbau hat auch seine Tücken,
dort gibt es nur Frauen, alle Männer müssen abrücken.
Nur der Hopfenbauer darf als Mann übers Feld trotten,
männliche Hopfen werden ausgerottet.
So geht unser Ausflug dem Ende entgegen,
nach einem Winzervesper wird die Heimreise angetreten.
Wir freuen uns, dass Klaus und Gabor uns haben gut durch die Straßen geleitet,
und hoffen wir haben ihnen keinen Kummer bereitet.
Nach einer Kaffepause geht’s jetzt direkt heim,
da wollen wir uns vorher noch bedanken fein.
Bei unserer Margret, da sie die ganze Arbeit hat.
Als Reiseleitung sie immer vorne mitfährt,
ich denke, das ist ein Applaus wert.
So wünsche ich Euch allen eine gute Zeit,
und hoffe beim nächsten Ausflug seid ihr alle wieder bereit.
Ein kleines Präsent darf ich Dir überreichen,
und die Kreisvorstandschaft bedankt sich bei allen Mitreisenden.
 
Verfasst von Heike Rüdinger

Rezept Dinnele:
 
Teig für ca. 10 Stück
1 kg Dinkelmehl Type 812, 600-700 ml Wasser, 1 Würfel Hefe, 20-30 gr. Salz, Hefeteig kurz gehen lassen oder 1-2 Stunden kühlstellen
 
Mit Speck: 350 g Sauerrahm 20%, 150 g Mehl, 3 große Zwiebeln, 1 Prise Salz u. Pfeffer und Knoblauchpulver, 150 g Mehl, 150 g Speck
 
Mit Äpfeln und Zimt: 350 g Sauerrahm 20%, 1 Prise Salz, 3 große süß-saure Äpfel, Zimt, Puderzucker
 
Zubereitung: Hefeteig in ca. 10 Portionen teilen und auf bemehlter Fläche 10 min ruhen lassen. Backen bei 180°.

Im Rückblick möchte ich sagen:
 
Wir hatten ein super Hotel, super Verpflegung, super Wetter und ein super Programm.
 
Vielen Dank an:
  • Den Veranstalter der Reise für die gelungene Auswahl des Programms
  • Ute Fickel, Christa Riddinger und Elisabeth Schröder für das Besorgen von Brezel, Kaffee, Sekt, Obst.
  • Unseren Busfahrern Klaus und Gabor für die sichere Fahrt und Euch allen fürs Mitfahren.
 
Margret Uhler