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Kategorie: Mühlhausen-Tairnbach-Rettigheim
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Am Mittwoch 03.07.2019 trafen wir uns im Garten von Rosi Hartlieb (zertifizierte Imkerin) zum Thema „Von der Biene zum Honig“. Rosi zeigte uns ein Bienenvolk, hinter Glas geschützt, bei der Arbeit in den Honigräumen. Die Bienen bauen die Waben, um die Brut und den Honig zu lagern. Bienen ernähren sich von Nektar und Honigtau. Sie sammeln mit ihren Rüsseln zuckerhaltigen Blütennektar und Honigtau. Beides bringen sie als Vorrat in ihren Stock. Damit dort Honig entsteht, schlucken die Bienen den Nektar und Honigtau, so dass beides im Bauch in ihre sogenannte Honigblase gelangt.
Ein Bienenvolk (ca. 50 000 Arbeiterbienen) produziert etwa 1 kg Bienenwachs und 50 kg Honig im Jahr. Um ein Glas Honig zu sammeln, fliegt eine Biene fast zweimal um die Erde. 
Die Biene gibt es schon 65 Millionen Jahre. Sie ist also wesentlich älter als die Menschheit. Wir müssen aufpassen, dass die Biene nicht verschwindet. Im Mittelalter war die Biene wichtig für das Wachs, z.B. für Kerzen und Schrifttafeln, heutzutage hauptsächlich für den Honig. Kerzen aus Bienenwaben sind heute nicht mehr gefragt. 
Rein, natürlich und gesund! Kaum ein anderes Lebensmittel genießt in Deutschland so einen guten Ruf wie der Honig. Dem Honig werden wahre Superkräfte zugeschrieben. Er soll bakterielles Wachstum verhindern, die Wundheilung fördern und gegen Erkältung helfen. Vermutlich basiert die antibakterielle Wirkung auf Enzymen, die die Bienen dem Honig zufügen. 
Wir durften zuschauen, wie Rosi zwei Waben aus dem Stock holte, um sie für uns zu schleudern. Wenn man an den Bienenstand geht sollte man darauf achten, dass man gut riecht (kein Schweiss) und hell gekleidet ist. Dann bleiben die Bienen ruhig. Die Waben wurden zunächst entdeckelt (von einer dünnen Wachsschicht befreit), dann in der Honigschleuder geschleudert, der gewonnene Honig abgeseiht und in Gläser gefüllt. Den leckeren frischen Honig durften wir gleich probieren.
Danach war uns erst bewusst was für eine Arbeit dahinter steckt, bis ein Glas Honig auf unserem Frühstückstisch landet. 
Rosi erklärte uns auch in allen Einzelheiten wie sich die Bienen fortpflanzen und wie sich ein Bienenvolk zusammen setzt, wie es sich mit der Königin und den Drohnen verhält und wie viele verschiedene Arten von Bienen es gibt. Es war ein sehr interessanter Vortrag. Dafür bedanken wir uns recht herzlich bei unserem Mitglied Rosi Hartlieb. 
Danach liessen wir den Abend in geselliger Runde mit Gegrilltem und vielen leckeren Salaten ausklingen. Auch hier ein Dankeschön an den Grillmeister und an alle, die durch ihre Salat- Kuchen- und Weinspenden, zum Gelingen beigetragen haben.
Bienenschautafel